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DARM-GEHIRN-ACHSE - und der Einfluss auf psychische Erkrankungen, wie etwa Depression


Zwischen Darm und Gehirn gibt es eine wechselseitige Verbindung, die als Darm-Gehirn- Achse bezeichnet wird. Darmbakterien können somit mit dem Gehirn kommunizieren und psychische Vorgänge beeinflussen.


Darmmikrobiom Das Mikrobiom des Verdauungstraktes ist eine Gemeinschaft von Mikroorganismen, wie Bakterien, Viren, Pilze etc. Gesamt sind es 10-100 Billionen Mikroben, welche unseren Darm besiedeln.


Ernährung und Darmmikrobiom Die Ernährung ist einer der wesentlichen Faktoren, die das Darmmikrobiom beeinflussen. Bereits eine Veränderung der Aufnahme der drei Hauptnährstoffe Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate zeigt eine signifikante Veränderung.


Darmmikrobiom und Psyche Eine entsprechende Ernährungsumstellung könnte das Gleichgewicht aus Hormonen, Metaboliten und Mikrobiota, deren Zusammensetzung bei Depression verändert ist, positiv beeinflussen. Die Studienergebnisse zeigen mittlerweile, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung depressive Symptome deutlich lindern kann.


ZUSAMMENFASSENDE EMPFEHLUNGEN FÜR EINEN ERNÄHRUNGS- UND LEBENSSTIL MIT ANTIDEPRESSIVER WIRKUNG:

• Regelmäßige Mahlzeiten

• Ausgewogenes Fettsäuremuster durch pflanzliche Öle (z.B. Rapsöl, Olivenöl, Nüsse, Samen)

• Fettfische mit reichlich Omega 3 Fettsäuren (Lachs, Makrele, Hering, …)

• Auf eine regelmäßige und qualitative Eiweißzufuhr achten! Zu den Eiweißquellen zählen: Fisch, Fleisch, Eier, Milch, fettarme Milchprodukte, Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen & Co)

• Vollkornprodukte bevorzugen

• Regelmäßig Obst und Gemüse - auf Vielfalt und Abwechslung („bunter“ Teller) achten

• Ausreichende (zuckerfreie) Flüssigkeit

• Hochkalorische Lebensmitteln wie Kuchen, Chips, Puddings, Schokolade, mit Zucker angereicherte Getränke und Alkohol begrenzen


MEINE EPFEHLUNGEN FÜR EINEN GESUNDEN LEBENSSTIL:

• Viel Bewegung

• Regelmäßiger Aufenthalt an der frischen Luft

• Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen in den Alltag einbauen

• Ausreichend Schlaf


ERNÄHRUNGSTHERAPIE BEI DEPRESSION:

Ein Viertel der Europäer*innen erkranken pro Jahr an einer Depression. Laut der Zukunftsforschung wird Depression in den nächsten Jahren zu den häufigsten Erkrankungen zählen. Neben der medizinischen und psychologisch-psychotherapeutischen Betreuung zählt die Ernährungstherapie als weitere wichtige Komponente in der Therapie. In der Ernährungstherapie gibt es verschiedene Ansätze in der individuellen Betreuung.


(Quelle: Verband der Diaetologen Österreich, Arbeitskreis Ernährungstherapie in der Psychiatrie Inhalt: Brunnmayr Martina, BSc MSc (Diaetologin, Arbeitskreisleitung Ernährungstherapie in der Psychiatrie) in Kooperation mit Dr. Sabrina Mörkl (Fachärztin für Psychiatrie, Medizinische Universität Graz, Nutritional Psychiatry))


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