Sterbephasen: Woran erkennt man den bevorstehenden Tod?

Aktualisiert: 1. Nov.

Die Sterbephasen

Die Medizin unterteilt den Sterbeprozess von Menschen, die nicht unmittelbar aus dem Leben gerissen werden, sondern an einer Krankheit oder anderen körperlichen Schäden versterben, in die drei nachfolgenden Phasen.


Rehabilitationsphase

In dieser Phase des Sterbens schreitet die Krankheit zwar voran und der Kranke wird zum Teil pflegebedürftig, er kann aber immer noch selbstbestimmt und weitestgehend selbstständig leben. Manchmal erholt der Sterbende sich auch von einigen akuten Krankheitssymptomen. In der Rehabilitationsphase liegt die erwartete Lebenszeit bei einigen Monaten, in seltenen Fällen erstreckt sich die Phase auch über Jahre.

Terminalphase

Die Terminalphase bezeichnet die Phase des Sterbens, in der die Krankheit bereits fortgeschritten ist und der Patient eine schlechte Heilungsprognose hat. Der Mensch wird zunehmend schwächer und baut körperlich ab. Er ist extrem geschwächt, ist auf die Pflege und Unterstützung von anderen Menschen angewiesen. Das Immunsystem baut zusehends ab und manche Menschen sind zeitweise desorientiert. Schon jetzt interessieren sich viele weniger für die Nahrungsaufnahme und ihre Umgebung. Werden viele oder sogar alle der nachfolgenden Symptome beim erkrankten Menschen festgestellt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er sich in der Terminalphase befindet und in den kommenden sechs Monaten versterben wird.

  • Eingeschränkte Mobilität, Bettlägerigkeit und extreme Schwäche

  • Unruhe, Verwirrtheit und Desorientierung

  • auf deutlich mehr Pflege und Unterstützung angewiesen

  • Angst

  • Atemnot

  • Übelkeit und Verstopfung

  • Konzentrationsschwäche

  • Appetitlosigkeit

  • Abnehmendes Interesse für die Umgebung

  • Inkontinenz


Finalphase

Die Finalphase beziehungsweise der eigentliche Sterbeprozess setzt einige Tage oder nur wenige Stunden vor dem Tod ein – der körperliche Sterbeprozess beginnt.



Der körperliche Sterbeprozess

Ein erstes Anzeichen für den Beginn des Sterbeprozesses kann sein, dass der Mensch nur noch wenig spricht und beginnt, viel zu schlafen. Der Körper fährt nach und nach den Stoffwechsel zurück und Hunger- und Durstgefühle hören auf. Dieses langsame Austrocknen des Körpers ist Voraussetzung für die Ausschüttung von weiteren schmerzlindernden Stoffen im Gehirn. Die Durchblutung verschlechtert sich und die Körpertemperatur fällt.

In der Sterbephase wird die Atmung flacher und unregelmäßig. Im fortgeschrittenen Stadium kommt ein Rasseln der Lungen hinzu. Der Sterbende kann weder husten noch schlucken und so sammelt sich im Rachen und in den Bronchien Schleim. Während diese Geräusche den anwesenden Angehörigen häufig Angst machen, ist es für den sterbenden Menschen keine große Belastung.

Auch das Gesicht eines sterbenden Menschen verändert sich. Oftmals ist zu beobachten, wie dieses kurz vor dem Tod spitzer wird, es bildet sich ein sogenanntes „Todesdreieck“. Durch die schlechter werdende Durchblutung und die erschlaffende Muskulatur sinken die Augen und die Wangen ein und verändern dadurch das Gesicht. Die Haut um den Mund und die Nase wird in dieser Phase des Sterbens besonders blass. Dieses weiße Todesdreieck ist ein typisches Anzeichen für den kurz bevorstehenden Tod.


Quelle: www.mymoria.de (Sterbeprozess)

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