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Work-Life-Blending


!? Zukunftsarbeitsmodell ?!


Zukunftstrendforschern zufolge verschwindet die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr. Arbeitszeiten und -orte sind flexibler geworden, bzw. werden sie in Zukunft noch individueller werden.


Insbesondere jüngere Leute leben und arbeiten nach dem NEW WORK Prinzip.

Die fünf Prinzipien von 'New Work' sind:

Freiheit

Selbstverantwortung

Sinn in der Arbeit

Entwicklung

soziale Verantwortung






Kurzer Exkurs zu New Work: Begründet wurde die „New Work“-Bewegung von Frithjof Bergmann, einem österreichisch-US amerikanischen Philosophen. Der Grundgedanke, den Bergmann in den Siebzigern verfolgte, resultierte aus seiner These, dass die Zeiten der knechtenden Lohnarbeit vorbei seien. Stattdessen war er davon überzeugt, dass Menschen ihr Arbeitsleben selbstständiger, mit mehr Freiheiten und mit einer größeren Teilhabe an der Gesellschaft gestalten sollen. Seit der industriellen Revolution wurden Menschen als Mittel oder Humanressource gesehen, deren Zweck es ist, eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Heute soll die Arbeit laut Bergmann im Kontext von New Work das Mittel zum Zweck der Selbstverwirklichung für den Menschen sein.


Es geht um ein neues Verständnis von Arbeit. Immer mehr Menschen wollen sich ihre Arbeit selbst und flexibel einteilen. Katharina Radermacher vom Lehrstuhl für Personalwirtschaft an der Universität Paderborn konnte das in verschiedenen Studien nachweisen: "Während wir früher eher so ein 'age differentiated'- Modell, also ein altersdifferenziertes Modell hatten. Das heißt: Erst waren wir in der Ausbildungs-, dann in der Arbeitsphase und danach schloss sich eine lange Freizeitphase an. So leben wir heute in einem 'age integrated', also einem altersintegrierten Modell, wo wir eben Ausbildungs-, Arbeits- und Freizeitphasen parallel leben wollen und nicht mehr chronologisch aufeinander aufgebaut." (Quelle: NDR)


In modernen Berufen sind neue Modelle oft sinnvoll

30 Stunden = neue Vollzeit (laut Zukunftsforschern)


Job, Hausarbeit und Freizeit greifen neuerdings oft ineinander oder vermischen sich, etwa wenn mobil von zu Hause aus gearbeitet wird - auch abends - und dafür am Tage manchmal private Dinge eingeschoben werden.

Die 30-Stunden-Woche sei die "neue Vollzeit", sagt Tristan Horx vom Zukunftsinstitut: "Weil man auch nicht mehr in den Berufen, die wir heutzutage machen, acht Stunden produktiv sein kann. Und das ist die große Herausforderung, herauszufinden, was sind die Indikatoren innerhalb einer Branche oder eines Unternehmens, die mir zeigen, wie viel hat diese Person geleistet, nicht wie viele Stunden hat diese Person abgesessen." Insbesondere die Generation Y der unter 40-Jährigen hinterfrage die herkömmlichen Arbeitszeitmodelle immer mehr.



Mehr Zeit für die Familie - und für Sport und Hobbys

Eine, die bis auf eine kurze Ausnahme schon immer in Teilzeit arbeitet, ist Cornelia, Mitte 30, Mutter zweier Kinder. Gestartet hatte sie vor mehr als zehn Jahren mit 30 Stunden pro Woche, weil die Stelle auch so ausgeschrieben war. Mittlerweile sind es 20 Stunden pro Woche - in einem Naturschutzverein: "Ich fand 30 Stunden - damals ohne Kinder - optimal, um schon auch da mehr Zeit für Freizeit-Aktivitäten zu haben oder für die Familie. Mir war auch damals schon wichtig, Sport zu treiben - viele Dinge, die sonst eher flachliegen würden bei 40 Stunden." In ihrem Umfeld hat sie mehrere Gleichaltrige, die ebenfalls in Teilzeit arbeiten - die meisten, um mehr Zeit für die Familie zu haben, einer auch, um sich verstärkt seinem Ehrenamt zu widmen. Auch Cornelias Partner arbeitet nicht in Vollzeit. Ihre materiellen Ansprüche sind eher niedrig: "Kein Auto und wir machen keine großen Reisen, sind eher regional und deutschlandweit unterwegs, also auch keine riesengroße Wohnung oder irgendwas. Uns ist wichtig, dass wir uns haben, viel Zeit miteinander haben, wir achten auf die Ernährung. Ich kann mir alles leisten, was ich möchte und brauche da nicht mehr, im Gegenteil."


Neue Familien-Konflikte können entstehen

Cornelia empfindet es als Luxus, so leben und arbeiten zu können, wohlwissend, dass das nicht in allen Berufen oder Branchen möglich ist. Das ist auch die Einschränkung von Katharina Radermacher von der Universität Paderborn: Flexiblere Arbeitsmodelle seien leichter in Bürotätigkeiten und sogenannter Wissensarbeit möglich, und es gibt auch Nachteile. Zwar steigen einerseits das Autonomie-Empfinden und die Arbeitszufriedenheit. Gleichzeitig führe es zu neuen Konflikten: "Der 'Work-Family-Conflict' meint die Herausforderung, immer zu entscheiden, wie viel Zeit und wann nehme ich mir diese Zeit für die Arbeit und wann für die Familie? Und da komme ich natürlich häufig in Konflikt-Situationen, wenn diese Zeitspannen nicht mehr so klar vordefiniert sind."

Andere Nachteile wie weniger Austausch und Kommunikation im Büro könnten durch die Unternehmen ausgeglichen werden, etwa durch feste Gemeinschaftszeiten.


(Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Work-Life-Blending-das-Arbeitsmodell-der-Zukunft)

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